Wohnsitz ummelden – Gesetzliche Meldepflicht & Fristen

Der Wohnortwechsel ist in aller Regel mit einer neuen Adresse verbunden. Damit nach dem Umzug das Internet funktioniert und die Zeitung wie gewohnt im Briefkasten landet, muss schließlich die neue Adresse bekanntgegeben werden. Geschieht dies nicht rechtzeitig, dann ist das zwar ärgerlich, aber noch lange kein Grund zur Sorge. Anders ist das bei der gesetzlichen Meldepflicht, welche seit dem 01. November 2015 gilt und Ihnen lediglich eine kurze Frist vorschreibt.

Nach dem Umzug – Wann ummelden? Wo ummelden?

Binnen zwei Wochen nach dem Umzug muss der Wohnortwechsel beim zuständigen Einwohnermeldeamt bzw. der zuständigen Gemeinde des neuen Wohnsitzes bekanntgegeben werden. Die Gemeinden kommunizieren miteinander, sodass die Abmeldung automatisch erfolgt. Für die Ummeldung des Wohnsitzes müssen Sie persönlich erscheinen. Sollten Sie verhindert sein, können Sie mittels einer Vollmacht einen Vertreter beauftragen. Wenn Sie mit Kindern und Ehepartner umziehen, reicht es aus, wenn eine Person die Ummeldung für die gesamte Familie erledigt.

Achtung: Erfolgt die Ummeldung des Wohnsitzes nicht fristgemäß, dann besteht eine Ordnungswidrigkeit und diese kann mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 EUR geahndet werden. Letztlich liegt die Höhe des Bußgeldes im Ermessen des zuständigen Sachbearbeiters.

Mietverhältnis (Wohnungsgeberbescheinigung) oder Eigenheim?

Mieter müssen sich beim Einzug von Ihrem neuen Vermieter eine sogenannte Wohnungsgeberbescheinigung ausstellen lassen. Geht der Umzug ins langersehnte Eigenheim und Sie stehen in keinem Mietverhältnis, so benötigen Sie diese Bescheinigung nicht. Dann müssen Sie bei der Ummeldung allerdings den Kaufvertrag Ihrer Immobilie vorlegen.

Wohnungsgeberbescheinigung als Download zum Ausdrucken (PDF)

Wohnsitz ummelden – Was brauche ich für Unterlagen?

• ausgefüllte Wohnungsgeberbescheinigung (nur für Mieter)
• Kaufvertrag der Immobilie (nur für Eigenheimbesitzer)
• gültiger Personalausweis oder Reisepass
• Geburtsurkunden der Kinder
• Heiratsurkunde (Ehepartner)
• Vollmacht (nur bei Vertretung)

Was sollten Sie außerdem beachten? Hier ein Überblick in unserer Checkliste Umzug

Ummeldung Firmenumzug – Benötigte Unterlagen

Bei einem Firmenumzug innerhalb einer Stadt oder Gemeinde, muss das Gewerbe lediglich beim zuständigen Gewerbeamt umgemeldet werden. Bei einem Umzug in eine andere Stadt oder Gemeinde, ist eine bloße Ummeldung nicht ausreichend und zwei Behördengänge sind in jedem Fall zu bewältigen:

• Betriebsstätte beim „bisherigen“ Gewerbeamt abmelden
• Betriebsstätte beim „neuen“ Gewerbeamt anmelden
• Die Gewerbeummeldung bzw. Ab- und Anmeldung kostet je nach Gemeinde 15 EUR bis 60 EUR.
• Folgende Unterlagen werden beim zuständigen Gewerbeamt benötigt:
• Formular Gewerbeummeldung der zuständigen Gemeinde
• Handelsregisterauszug (eingetragene Firmen)
• gültiger Personalausweis oder Reisepass
• Meldebescheinigung